Wieder mal ein kleiner Buchtipp für zwischendurch. Und dieses Mal wirklich für zwischendurch. Ich habe dieses Buch an einem Tag gelesen, da es so locker und lustig geschrieben ist, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen. Wer die ganz große Weltliteratur sucht, ist hier falsch, aber es ist definitiv ein schönes Buch für alle, die mal wieder ein kleines bisschen Romantik (und in diesem Fall wirklich unschnulzige Romantik) in ihrem Alltag brauchen und dabei nicht auf die hundertste Titanic-Wiederholung im Osterfernsehprogramm zurückgreifen möchten. (Ok, bei Titanic kann man nun auch wirklich nicht von unschnulziger Romantik sprechen). Gleichzeitig ist es aber auch definitiv kein flacher Groschenroman. Es regt zum Nachdenken an und ist tiefgründiger, als es auf den ersten Blick scheint.
Es geht um Tage wie diese von John Green, Maureen Johnson und Lauren Myracle. Das Buch besteht aus drei Geschichten von drei Autoren, die alle am gleichen Tag (Heiligabend) und in der gleichen Stadt spielen und sich alle um eines drehen: Liebe. Liebe auf den ersten Blick. Liebe auf den zweiten. Und Liebe, die ein bisschen demoliert ist, aber wieder repariert werden will. Es gibt einige Parallelen zwischen den Geschichten und in der finalen Szene treffen die Protagonisten aufeinander, was die Geschichten zu einer großen Einheit werden lässt.
Auch wenn das Buch im tiefsten Weihnachtsschneesturm spielt, passt es super in den Frühling, da es nur so vor Frühlingsgefühlen überquillt. Das Buch ist vom Arena-Verlag, was bei vielen wieder gleich "Oh nein, nicht noch ein Jugendbuch"-Assoziationen weckt. Ich finde es aber auch hier wieder vermessen, es als oberflächliches Jugendbuch abzustempeln, denn die Protagonisten sind zwar alle Teenager, aber die Geschichten und das Bild von Liebe, das in den Geschichten vermittelt wird, geht dann doch deutlich über American Pie-Niveau hinaus. Im Gegenteil. Für ein Jugendbuch und für junge Liebe sind die Geschichten sogar ziemlich weise. Sie zeigen, dass es nicht nur Liebe auf den ersten Blick gibt, sondern auch auf den zweiten. Und dass Liebe nicht immer schön ist. Fängt also auch mal da an, wo andere Klischeerosarotewolkeersteliebejugendbücher normalerweise aufhören. Zudem haben alle drei Autoren, insbesondere John Green, der ja ohnehin einer meiner Lieblingsautoren ist, einen unglaublichen Sprachwitz, so dass es wirklich Spaß macht, das Buch zu lesen. Ich kann es jedem empfehlen, der eine kurzweilige, lustige Ablenkung mit ein bisschen Liebe sucht.
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